Zyklus – Ausstellung im Kule Knut

Zyklus ist eine Gruppenausstellung über Menstruation im Kule Knut e.V. kuratiert von Robin Gommel

Aktuelles:
Aufgrund der Pandemielage wird die Ausstellung verschoben. Der voraussichtlicher Termin für die Vernissage ist der 13. Februar 2021.
Neue Termine und Öffnungszeiten werden hier bekannt gegeben. Am Besten tragt ihr euch aber einfach in den Newsletter ein:
Robins Newsletter

Hygieneregeln:

  • Zutritt ins Haus, in den Hof und vor allem in den Knut selbst nur mit MNS. Keine Ausnahmen.
  • Beschränkung der Personenzahl im Keller auf maximal 10. 
  • Nach Möglichkeit ist der Abstand einzuhalten.
  • Wir stellen Desinfektionsmittel bereit.
  • Wir lüften regelmäßig.
  • Wir werden, so wie die Gastro, eure Daten (nur analog) erfassen und diese nach vier Wochen wieder vernichten. Die Erfassungszettel werden im Safe aufbewahrt und die Daten ausschließlich zur Infektionskettennachverfolgung genutzt.
  • Allgemeines Zutritts- und Teilnahmeverbot für Personen, die
    • keinen Mund-Nasen-Schnutz tragen
    • in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer mit Corona infizierten Person stehen oder standen
    • Erkältungssymptome aufweisen
  • Vertrauen auf euer Verantwortungsbewusstsein

Die Kunst

Anna

Anna stellt eine Serie von Fotografien mit dem Titel “Eins – Neun” aus. Sie schreibt über die Serie: 

Der Fokus der Arbeit liegt auf dem Festhalten meiner Monatsblutung. Die kräftigen und unterschiedlichen Farben, die das Blut hat, und die viel zu schade sind, um sie einfach runter zu spülen, sollten mit den Fotos festgehalten werden. Im Laufe des Fotografierens wanderten Formen, Kontraste und die Struktur ebenfalls in den Fokus. Meine Menstruation in Bildern festzuhalten und diese Bilder mit Anderen zu teilen, hat dazu geführt mein Schamgefühl abzubauen, im Bezug auf mich selbst, als auch im Austausch mit anderen und Spaß beim Fotografieren zu haben.

Anna: Drei. Aus der Serie Eins-Neun

Emilia

Emilia bezeichnet sich als Freizeitkünstlerin und beschäftigt sich mit Umwelt und sozial relevanten Themen.
Emilias Arbeitsprozess lässt sich schwierig einordnen. Sie bleicht belichtete alte Dias ganz oder teilweise aus und beschichtet diese dann mit frischem Menstruationsblut. Anschließend scannt sie die Dias. In der Serie Rhythmus Phasen verfolgt sie einen fast wissenschaftlichen Versuchsaufbau:  

Die allermeisten Menschen wissen, dass das weibliche Geschlecht ungefähr alle vier Wochen blutet, aber die einzelne Phasen der Menstruation kennen fast nur die Menschen die es sie selber erleben. Die In der Reihe Serie “Rhythmus Phasen” wird durch in Abständen wiederholte Aufnahmen visuell dargestellt, wie sich das Blut über die Dauer der Menstruation verändert.

Emilia: Ohne Titel. Aus der Serie Rhythmus Phasen

Rabiatin

Die Rabiatin setzt sich in ihrem Alltag und Schaffen mit Gesellschaftskritik und -utopie auseinander:Zeichnen, malen, Worte finden.
Den Stift dort ansetzen wo es juckt und kribbelt, Kringel malen wo es
weh tut. Risse nachzeichnen, Texte schreiben, Fragen stellen. Momente
einfangen, innere Realitäten abbilden und äußere Umstände mikroskopieren.
Manchmal entsteht daraus Kunst.
Sie zeigt eine Serie von Gemälden:

In ‚bloody days‘ geht es um Erfahrungen mit Menstruation. Es geht um
scheiß Tage, die morgens mit einem Ziehen im Bauch beginnen, scheinbar
unergründliche Stimmungstiefs, dunkelblaue Melancholie und Schmerzen,
die sich um Wärmeflaschen krümmen. Es geht um Selbstfürsorge, die Angst
das erste mal zu bluten und darum dass das Thema keine Frauen*sache ist,
sondern auch Männer* menstruieren. Außerdem geht es ums Hinschauen und
Enttabuisieren. Es geht um die Erkenntnis, dass Menstruationsblut unter
der Dusche richtig schöne Muster zieht und Menstruationstassen echt der
Hammer sind. Bleibt die Frage warum Blut in der Werbung aussieht wie
blauer Glasreiniger. Und warum ist Menstruationsblut auf Sofas
eigentlich so schrecklich viel schlimmer als Rotweinflecken?

Rabiatin. Circle of Life. Aus der Serie Bloody Days.

Danke

Der StuRa der Uni Freiburg macht durch seine finanzielle Unterstützung die Ausstellung möglich. 
Vielen Dank!